Checkliste zur Planung oder Renovierung von Wartebereichen

Der Wartebereich ist sicherlich einer der wichtigsten Räume in einer Arztpraxis. Der Patient verbringt dort eine gewisse Zeit, die ihn auf die Konsultation einstimmt. Je wohler sich Ihr Patient im Warteraum fühlt, desto entspannter geht er in die Behandlung.

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Grundsätzliches

Gestaltende Elemente

Ein Warteraum sollte aus mehr als Wänden und Stühlen bestehen. Ein interessanter Wartebereich hebt die Stimmung und aktiviert das Gehirn, so dass die Wartezeit als kurzweilig erlebt wird. Mit gestaltenden Elementen können wir Ihren Wartebereich in Szene setzen. Das können Steinwände sein, oder abwaschbare Tapeten, Fototapeten, dreidimensionale Vorsatzpaneele, Akustikbilder, Bilder hinter Plexiglas oder auf Aluminiumplatten gedruckt. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. In unseren Referenzen sehen Sie viele Beispiele von Gestaltungsmöglichkeiten.

Bodenmaterialien

Der Boden, den Sie im Wartebereich einsetzen wollen, sollte robust und pflegeleicht sein. Hier eignen sich vor allem PVC-Böden in Holzoptik oder Fliesenoptik. Diese neuartig designten Böden strahlen eine große Natürlichkeit und Wärme aus. Aber Sie können auch durchaus strapazierfähige Teppichböden oder Böden mit einem textilen Charakter (z. B. von Bolon) einsetzen.

Beleuchtung im Wartebereich

Eine gute Lichtplanung im Wartebereich ist sehr wichtig, um eine gute Gestaltung erst Leben zu lassen. Neben einer rein praktisch genügenden Ausleuchtung zum Lesen von Zeitschriften oder Infomaterial, können wir durch Licht die Gemütlichkeit des Warteraums beeinflussen. Entweder durch Akzentbeleuchtung, oder durch indirekte Beleuchtung, Wandleuchten, Sockelbeleuchtung und andere Möglichkeiten. Wir helfen Ihnen gerne dabei, die für Ihre Räume perfekte Lichtgestaltung zu finden.

Sitzmöbel für den Wartebereich

Die Sitzmöglichkeiten im Warteraum sind natürlich besonders wichtig. Sie sollen eine angenehme und passende Optik haben und zugleich auch sehr bequem sein.

Größe des Wartebereichs

Zunächst stellt sich die Frage: wie groß ist mein Warteraum überhaupt? Beziehungsweise muss man sich bei der Praxisplanung schon fragen wie groß der Warteraum sein muss? Wie viele Patienten muss ich unterbringen? Je nach Bedarf oder Grundfläche gibt es für jeden Warteraum eine passende Lösung.

Sitzgelegenheiten

Sicherlich steht die Sitzgelegenheit für die wartenden Patienten hierbei an Nummer 1. Natürlich bietet der Markt eine riesige Auswahl an in Frage kommendem Mobiliar. Unserer Meinung nach bekommt man ab ca. 130 € einen vernünftigen Wartezimmerstuhl, der nicht nach 5 Jahren ausgetauscht werden muss. Planen Sie immer Wartezimmerstühle mit und ohne Armlehnen ein. Einige Patienten benötigen die Stuhlarmlehne als Abstützung, andere benötigen mehr Platz zum Sitzen. Denken Sie bei Ihren Überlegungen auch an Hygiene. Der Stuhl oder der Stuhlbezug sollte abwaschbar oder austauschbar sein. Setzen Sie den Wartezimmerstuhl in gleicher Art auch in allen anderen Praxisbereichen ein, wo sich Patienten aufhalten. Das vermittelt ein einheitliches Bild und die Stühle sind austauschbar und können umgruppiert werden. Idealerweise sind Wartezimmerstühle stapelbar um Räume flexibel nutzen und einfacher reinigen zu können.

Filz- und Kunststoffgleiter

Wenn Sie einen Hartbelagboden haben, benötigen die Stuhlbeine Filzgleiter. Haben Sie Teppichboden sollte der Stuhl Kunststoffgleiter haben. Auch eine Verkettung der Stühle hat Vorteile: Die Stuhlreihen sind immer gleichmäßig ausgerichtet und vermitteln einen ordentlichen Eindruck. Denken Sie zusätzlich an den Wandschutz durch einen Plexiglassteifen in Höhe der Rückenlehnen.

Sitzbänke im Wartebereich

Sitzbänke in gerader oder runder Form bieten einige Vorteile. Wenn zum Beispiel wenig Platz im Warteraum vorhanden ist, kann man dadurch den Raum effizienter nutzen. Beispiele für Sitzbänke im Wartezimmer finden Sie in unseren Referenzen.

Bänke bieten auch schöne Gestaltungsmöglichkeiten: Ganz schlicht mit Filzauflagen, teilgepolstert oder voll gepolstert, mit hoher Rückenlehne oder mit einer gepolsterten Rückenpaneele, mit geschlossenen Korpus oder offen, mit indirekter Beleuchtung unterhalb der Sitzbank oder oberhalb der Sitzbank – je nachdem wie Ihre Wünsche sind und was Ihr Budget zulässt.

Zusätzlich lässt sich eine gepolsterte Sitzbank auch als Stauraum nutzen, wenn man die Sitzfläche klappbar macht. Außerdem wirkt eine Sitzbank ruhiger als eine Stuhlreihe. Optimal eignen sich Sitzbänke in einer Praxis mit einem hohen Patientendurchlauf oder wo sich die Patienten in Begleitung befinden. Mütter mit Kindern sind besonders dankbar für die Möglichkeit, direkt neben ihrem Kind auf einer Bank zu sitzen. Natürlich kann man einen Warteraum nicht ganz ohne Stühle planen. Nicht jeder Patient möchte unmittelbar neben anderen Platz nehmen. Die richtige Mischung macht’s.

Service im Wartezimmer

In modernen Wartezimmern findet man heute neben den obligatorischen Zeitschriften noch einen Wasserspender, einen Laptopanschluss, Fernseher/Radio/Musik und sogar eine Kaffee- und Teebar. Ein Wasserspender sollte heute in keiner Praxis mehr fehlen. Es versteht sich von selbst, Patienten zumindest Wasser anzubieten. Natürlich gehen auch einzelne Flaschen und Gläser. Tee und Kaffee kann man natürlich auch anbieten. Wichtig ist, dass der Aufwand für das Personal nicht zu groß ist. Platzieren Sie Ihren Wasserspender möglichst so, dass das Personal noch einen Blick darauf werfen kann.

TV, Zeitschriften & Co

Ein TV im Warteraum aufzuhängen ist nicht unumstritten. Sicherlich kann man Patienten die Wartezeit damit verkürzen. Den Inhalt der Sendungen bestimmen Sie selbst. Denkbar sind Infos über die Praxis, Gesundheitstipps, Werbung, Entspannungsfilme oder Regionalsender. Nach unserer Einschätzung ist die Tendenz zum TV im Wartezimmer leicht rückläufig, es sei denn, der Raum wird auch für Schulungszwecke eingesetzt.

Zeitschriften im Wartzimmer auszulegen ist sicherlich richtig und wird von den Patienten erwartet. Wir kennen keine Praxis ohne Zeitschriften im Warteraum. Die Frage ist, wie man die Zeitschriften und auch Infomaterial platziert. Legt man die Zeitschriften sortiert in der Mitte auf einen Tisch, sieht es schon meist nach einer Stunde chaotisch aus. Wir verzichten daher bei der Wartezimmerplanung bewusst auf Mitteltische. Besser sind Zeitungsdisplays, die an der Wand montiert werden oder Ablageböden im Wandbereich. In der Regel bringt der Patient die Zeitung dann auch wieder dorthin zurück, wo er sie hergeholt hat.

Laptopanschluss

Ein Laptopanschluss im Warteraum oder Steckdosen als Lademöglichkeit sind in der heutigen Zeit ein guter Service. Mit relativ wenig Aufwand lassen sich Steckdosen durch Kabelkanäle nachrüsten. Wer seinen Patienten etwas Besonders bieten möchte, kann auch eine Kaffeebar im Warteraum einbauen. Meiner Meinung nach eignet sich das eher für Praxen mit einem kleinen Warteraum oder einem geringeren Patientendurchfluss. Bedenken Sie, dass eine Kaffeebar für Ihr Personal sehr arbeitsaufwändig ist. Der Kaffeeautomat muss regelmäßig kontrolliert und gewartet werden, das gebrauchte Geschirr muss in fortlaufend ausgetauscht werden.

Musik

Gut ausgewählte Musik im Warteraum kann zu einer zusätzlichen Entspannung der Patienten führen. Sie lenkt auch von der Geräuschkulisse der Praxis ab. Häufig ist der Warteraum in unmittelbarer Nähe des Empfangs untergebracht. Da macht eine gewisse Untermalung durch Musik oder Radio durchaus Sinn.

Dekoration im Warteraum

Hier sind an erster Stelle Bilder zu nennen. Ob auf Leinwand gedruckt, Originalgemälde, Fotos oder Grafiken – da entscheidet Ihr persönlicher Geschmack. Gut ist es, wenn man die Bilder einer Praxis unter ein bestimmtes Motto stellt. Zum Beispiel Nordsee, Großstädte, Sportler, Landschaften, Aktivurlaub, oder einfach Ihr Hobby.
Dekoschals im Fensterbereich wirken schalldämpfend und tragen auch zum Wohlfühlen bei. Pflanzen – sowohl echte als auch täuschend echte – wirken lebendig und natürlich. Echte Pflanzen müssen vom Personal gut gepflegt werden, denn sie erfüllen nur ihren Zweck wenn sie frisch und gesund aussehen.

Eine schöne Dekoration sind Vitrinen mit schönen Dingen oder Objekten aus dem jeweiligen medizinischen Bereich, sofern sie nicht abschreckend wirken. Aquarien haben auch ihren Reiz. Allerdings ist der Aufwand für Technik und Pflege nicht zu unterschätzen. Austauschbare Teppiche bringen zusätzlichen Wohlfühlcharakter. Letzen Endes ist es immer eine Sache des Geschmacks und des Budgets.

Die Farben der Wände

Für Warteräume gibt es eine Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten. Auf jeden Fall nehmen die Farben der Wände und die Ausführung des Bodens Einfluss auf die innere Stimmung der Wartenden. Warme Pastellfarben wie Beige, Gelbtöne, Rosé, Orange und Abtönungen im Rotbereich wirken warm und wohnlich. Natur- und Grüntöne beeinflussen uns ebenfalls positiv. Grau- und Blautöne wirken eher kühl und distanziert.

Die Farben des Bodens

Der Boden vermittelt buchstäblich Bodenhaftung und Sicherheit. Hier wirken Naturfarbtöne wärmer und erdender als ein grauer oder weißer Fliesenboden. Angepasst an Material und Farbe des Bodens kann man über die Farbgebung einzelner Wände harmonisierende Akzente setzen.

Zur Gestaltung von Warteräumen können Sie weitere Infos auf folgenden Seiten finden:

  • Mooswände/ Strukturwände: www.kreos-europe.com
  • 3D-Wände: www.duralmond.de
  • Stühle: www.brunner-group.com
  • Pflanzkübel: www.jago.com oder www.serralunga.com
  • Kunstpflanzen www.gruenunddesign.de
  • Kindermöbel: www.wehrfritz.de, www.xlboom.com
  • Tapeten: www.casadeco.com oder www.mbdigitalprint.de
  • Garderobenhaken: www.iserlohner-haken.de

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